Maybach 57 S Xenatec Coupé

  • Aus Erstbesitz
  • Nur 12.980 KM Laufleistung
  • Eines von nur 8 jemals gebauten Fahrzeugen
  • 6.0 l V12 Bi-Turbo mit 612 PS
  • Neuwagenzustand
Baujahr:2009
Lackierung:BALTIC BLACK UNILACK (161U)
Interieur:555A LEDER EXCLUSIV - BEIGE
Schaltung:Automatik
Kilometerstand:12.980 KM
Leistung:612 PS
Kraftstoff*:Benzin
Preis:Auf Anfrage

* Verbrauch: 15,3 l nach Richtlinie DIN 70030, ermittelt bei 3/4 der Höchstgeschwindigkeit, maximal 110 km/h, unter Zuschlag von 10 %

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Das Maybach 57S Xenatec Coupé

Als Daimler Anfang der 2000er Jahre die Traditionsmarke Maybach wiederbelebte, war das Ziel klar: eine ultraluxuriöse Alternative zu Rolls-Royce und Bentley zu schaffen. Die Modelle Maybach 57 und Maybach 62 (ab 2002) waren dabei konsequent als Chauffeurs-Limousinen gedacht – groß, schwer, leise, mit Fokus auf die Fondpassagiere. Ein sportlicher Zweitürer gehörte nie zur offiziellen Produktplanung. Genau diese Lücke wurde später zum Nährboden für ein externes Projekt. Gleichzeitig geriet Maybach in den späten 2000ern zunehmend unter Druck: Trotz technischer Exzellenz blieb die Nachfrage weit hinter den Erwartungen zurück. Die Marke wirkte im Wettbewerb gegen frischere, ikonischere Luxus-Coupés anderer Hersteller programmatisch eng. Ein Coupé hätte dem Image jugendlicheren Glanz verleihen können – doch im Werk fehlten sowohl Kapazitäten als auch ökonomische Rechtfertigung. 

Hier tritt die Xenatec Group aus Weinsberg (nahe Heilbronn) auf den Plan. Xenatec ist ein Spezialist für Sonderfahrzeuge, Prototypenbau und Kleinserien-Karosseriearbeiten. 2010 kündigte das Unternehmen an, auf Basis des Maybach 57 S ein luxuriöses Coupé entwickeln zu wollen – in enger Zusammenarbeit mit Daimler bzw. Maybach. Der Ansatz war bemerkenswert: Anders als viele Tuning-Umbauten sollte das Auto stilistisch und konstruktiv so wirken, als hätte Maybach selbst ein Coupé gebaut. Deshalb wurde nicht nur „zwei Türen weniger“ umgesetzt, sondern ein fast kompletter Neuaufbau der Karosseriestruktur beschlossen. Für die Gestaltung gewann Xenatec den Designer Fredrik Burchhardt – eine Schlüsselfigur, denn er hatte bereits den spektakulären Maybach Exelero entworfen. Damit war eine klare stilistische Linie zur Maybach-Welt gesichert: lange Motorhaube, kraftvolle Schultern, extrem gestreckte Seitenlinie und ein Dachbogen, der die Limousinen-Basis in eine coupéhafte Silhouette übersetzt. 

Der Schritt von der viertürigen Limousine zum echten Zweitürer verlangte bei Xenatec weit mehr als einen simplen Karosserie-Umbau. Um die Proportionen stimmig zu machen und einen würdigen Coupé-Auftritt zu erreichen, wurde die B-Säule deutlich – um rund zwanzig Zentimeter – nach hinten versetzt. Dadurch konnte man zugleich einen komfortablen Einstieg in den Fond erhalten und die Seitenlinie eleganter strecken. Passend dazu entstanden komplett neu konstruierte, deutlich längere Fronttüren mit rahmenlosen Scheiben, wie man sie von klassischen Luxus-Coupés kennt. Auch der gesamte Dach- und Fensterbereich, also das sogenannte Greenhouse, wurde neu aufgebaut: Dachform, Seitenscheiben und deren Einfassungen mussten als Einzelanfertigungen entstehen, damit die flachere, coupéhafte Silhouette harmonisch wirkt. Am Heck arbeitete Xenatec ebenfalls umfassend nach: Die hinteren Kotflügel wurden verbreitert und die Radhäuser entsprechend angepasst, um die kraftvolle Schulterpartie mit der neuen Dachlinie zu verbinden und dem Auto eine planted, souveräne Haltung zu geben. Ergänzend dazu wurden Schweller und Stoßfänger überarbeitet, damit die Optik insgesamt straffer und sportlicher ausfällt, ohne den Maybach-Charakter zu verlieren. Insgesamt blieben nur die Grundstruktur des Vorderwagens und Teile des Hecks vom Spenderfahrzeug erhalten – der überwiegende Rest der Karosserie wurde neu entwickelt und in Handarbeit aufgebaut, was den Xenatec klar als Coachbuilding-Projekt auf Werksniveau ausweist. Vom Basisfahrzeug blieben im Kern Frontbereich und Teile des Hecks erhalten; der Rest wurde neu konstruiert und handwerklich aufgebaut. Das erklärt, warum der Xenatec-Umbau als Coachbuilding-Projekt auf höchstem Niveau gilt. Technisch blieb der Antrieb des Maybach 57 S unangetastet: ein 6,0-Liter-V12-Biturbo mit rund 450 kW/612 PS samt Fünfgang-Automatik und der betont komfortorientierten Fahrwerksabstimmung.

Ende 2010 wurde der erste Prototyp fertiggestellt. Die öffentliche Premiere folgte 2011 auf dem Genfer Auto-Salon – luxuriös inszeniert, mit deutlich sichtbarem Anspruch auf Werks-Niveau. Die Reaktionen waren überwiegend fasziniert: Ein Maybach als Coupé wirkte wie die Antwort auf eine Frage, die die Marke selbst nie gestellt hatte. Xenatec kommunizierte damals eine geplante Kleinserie von bis zu 100 Fahrzeugen, zu einem Nettopreis von etwa 675.000 Euro. Die wirtschaftliche Lage von Maybach verschlechterte sich jedoch weiter, und 2012 wurde die Marke in ihrer damaligen Form eingestellt. Damit brach auch die Basis für Xenatecs Serienpläne weg. Statt der angekündigten 100 Exemplare entstanden nach heutigem Stand nur 8 Fahrzeuge – was die extreme Seltenheit unterstreicht. Mit dem Ende von Maybach wurde das Xenatec Coupé automatisch zu einer Art „letztem Feuerwerk“ der 57/62-Generation: ein Auto, das aus der letzten Phase einer sterbenden Luxusmarke stammt und deshalb heute fast mythisch wirkt.

Über das hier angebotene Fahrzeug:

Dieses Xenatec Coupé wurde ursprünglich 2009 als 57 S gebaut und am  08. Februar 2011 durch die Mercedes-Benz Niederlassung Berlin ausgeliefert. Kurze Zeit später erfolgte der aufwendige Coachbuilding Umbau, bei welchem der Wagen seine originale Farbkombination bestehend aus Baltic Black Uni über beigem Exklusiv Leder beibehielt. Nach den ersten Jahren in Deutschland, wurde der Maybach Mitte der 2010er Jahre nach Japan exportiert, wo er 2016 zugelassen wurde. Nach fast 10 Jahren in japanischer Sammlerhand, gelang das Sammlerstück Ende 2025 zurück nach Deutschland. Heute bietet es mit einer Laufleistung von lediglich 12.980 km eine extrem seltene Gelegenheit für Sammler und Liebhaber der Marke Maybach. Für Detailfragen steht Ihnen unser Verkaufspersonal jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeugbesichtigungen grundsätzlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind.