Mercedes-Benz W 113 280 SL Roadster

  • Mechatronik Vollrestaurierung
  • 5.700 KM Laufleistung seit Restaurierung
  • Inklusive Hardtop
Baujahr:1969
Lackierung:DB 930 Blau metallic
Interieur:118 Leder Dunkelblau
Schaltung:Automatik
Kilometerstand:5.700 KM
Leistung:170 PS
Kraftstoff*:Benzin
Preis:239.000,- € (keine MwSt. ausweisbar)

* Verbrauch: 12,3 l nach Richtlinie DIN 70030, ermittelt bei 3/4 der Höchstgeschwindigkeit, maximal 110 km/h, unter Zuschlag von 10 %

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Der Mercedes-Benz W 113 280 SL Roadster

Der Genfer Automobilsalon im März 1963 war Schauplatz einer bemerkenswerten und allgemein beachteten Premiere: Mit dem Typ 230 SL präsentierte Daimler-Benz einen neuen Sportwagen, der gleich zwei Modelle des bisherigen Verkaufsprogramms ersetzen sollte. Der Neuling hatte ein schweres Erbe anzutreten - und dies nicht nur, weil seine beiden Vorgänger, der 190 SL und der 300 SL, von Anfang an höchst beliebt und erfolgreich gewesen waren und der 300 SL noch zu Lebzeiten zur Legende geworden war. Als viel gravierender erwies sich die Tatsache, daß beide Typen trotz aller Familienähnlichkeit grundverschiedene Fahrzeugkonzepte repräsentierten, die schwerlich unter einen Hut zu bringen waren. 

Mit dem neuen Modell wurde nun gewissermaßen ein Mittelweg eingeschlagen: Der 230 SL, intern W 113 genannt, war weder ein kompromißlos harter Roadster noch ein sanftmütiger Boulevard-Sportwagen, sondern vielmehr ein komfortabler, zweisitziger Reisewagen mit hohen Fahrleistungen und optimaler Fahrsicherheit. Abgesehen vom Radstand - den magischen Wert von 2400 mm hatte man unverändert übernommen - wies der neue SL praktisch keine Gemeinsamkeiten mit seinen beiden Vorgängern auf. Dennoch war der W 113 keine völlige Neukonstruktion, entsprach sein technisches Konzept doch weitgehend dem 220 SE; verwendet wurde beispielsweise die verkürzte und verstärkte Rahmen-Bodenanlage der Heckflossen-Limousinen einschließlich Vorder- und Hinterradaufhängung. Auch den Motor hatte man aus dem 2,2 ltr.-Aggregat des 220 SE entwickelt; durch Aufbohren auf 2,3 ltr., Erhöhung der Verdichtung und Verwendung einer Sechsstempel-Einspritzpumpe konnte die Leistung auf 150 PS gesteigert werden. Außer dem serienmäßigen 4 Gang-Schaltgetriebe war, erstmals bei einem SL Modell, auf Wunsch ein 4 Gang-Automatikgetriebe erhältlich. Als dritte Variante kam im Mai 1966 ein von der Zahnradfabrik Friedrichshafen (ZF) bezogenes 5 Gang-Schaltgetriebe hinzu. 

Als erster Sportwagen hatte der 230 SL eine Sicherheitskarosserie mit steifer Fahrgastzelle und verformbarer Front- und Heckpartie; ermöglicht wurde dies durch Konstruktionsprinzipien, die von Béla Barényi entwickelt und bei den Heckflossen-Limousinen erstmals realisiert worden waren. Im Gegensatz zu diesen äußerlich nicht wahrnehmbaren Konstruktionselementen, war das charakteristische Designmerkmal der Karosserie nicht zu übersehen: Beim 230 SL hatte man das abnehmbare Coupé-Dach konkav, d. h. nach innen gebogen, ausgeführt. Diese für damalige Begriffe ungewohnt avantgardistische Gestaltung, die seinerzeit nicht nur ungeteilte Zustimmung fand, war keineswegs Selbstzweck, sondern kann als klassisches Beispiel für die Designer-Maxime "form follows function" angesehen werden. Zurückgehend auf Arbeiten von Béla Barényi, ermöglichte die sogenannte Pagodenform trotz Leichtbauweise eine besonders hohe Festigkeit des Dachs; darüber hinaus gewährleistete sie durch die großen Seitenfenster einen bequemen Einstieg und verbesserte Sichtverhältnisse. Lieferbar war der 230 SL wie seine Vorgänger in drei Ausführungen: als Roadster mit Klappverdeck, als Coupé mit abnehmbarem Dach und als Coupé mit abnehmbarem Dach und Roadsterverdeck. Alle drei Varianten waren auf Wunsch mit einem Quersitz im Fond erhältlich. Am 27. Februar 1967 wurde der Öffentlichkeit der 250 SL präsentiert, der den seit vier Jahren produzierten 230 SL ablöste.

Weniger als ein Jahr nach seiner Präsentation wurde der 250 SL bereits von einem neuen Modell dem 280 SL abgelöst. Im Zuge der Markteinführung der neuen Mittelklasse-Typen erhielten nicht nur die Limousinen, Coupés und Cabriolets der Oberklasse, sondern auch der SL einen 2,8 ltr.-Motor. Die im 280 SL eingesetzte Motorvariante mobilisierte dank einer Nockenwelle mit geänderten Steuerzeiten 10 PS mehr als die Basisversion des 280 SE. Gegenüber dem 250 SL hatte man die Leistung um 20 PS und das Drehmoment um 10 % gesteigert. Äußerlich war der 280 SL, abgesehen vom Typenschild, nur an den geänderten Radzierblenden von seinen beiden Vorgängermodellen zu unterscheiden. 

Das hier angebotene Fahrzeug wurde durch die Firma Mechatronik im Oktober 2010 in den USA entdeckt und zurück nach Deutschland importiert. Der damalige Zustand ließ einzig und allein eine Vollrestaurierung zu, welche im Frühjahr 2011 begann. In über 2.500 Arbeitsstunden wurde diese Pagode nach höchsten Qualitätsstandards restauriert und im Juni 2012 fertiggestellt. Eine umfangreiche Dokumentation hierüber liegt selbstverständlich vor. In den folgenden zwei Jahren wurde der 280 SL in unserem Schauraum, sowie auf diversen Messen als Referenzfahrzeug präsentiert, bevor schließlich im Frühjahr 2014 der Verkauf an einen Mercedes-Benz Liebhaber in der Region Stuttgart erfolgte. Dieser bewegte seine Pagode nur bei besonderen Anlässen und vertraute für sämtliche Servicearbeiten sein Fahrzeug durchgängig unserem Unternehmen an. So wundert es nicht, dass auch nach über 7 Jahren seit Fertigstellung dieser 280 SL Roadster noch immer als absolut neuwertig zu bezeichnen ist und optisch wie auch technisch in absolut makellosen Zustand nun zum Verkauf steht. Für Detailfragen wenden Sie sich gerne jederzeit an unser Verkaufspersonal.