Mercedes-Benz W 113 280 SL Roadster

  • Vollrestaurierung durch Mercedes-Benz München
  • 1.300 KM seit Restaurierung
  • Umfangreiche Dokumentation vorhanden
Baujahr:1968
Lackierung:906 Graublau-metallic
Interieur:131 Leder schwarz
Schaltung:Automatik
Kilometerstand:1.300 KM
Leistung:170 PS
Kraftstoff*:Benzin
Preis:195.000,- € (keine MwSt. ausweisbar)

* Verbrauch: 14,3 l nach Richtlinie DIN 70030, ermittelt bei 3/4 der Höchstgeschwindigkeit, maximal 110 km/h, unter Zuschlag von 10 %

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Der Mercedes-Benz W 113 280 SL Roadster

Der Genfer Automobilsalon im März 1963 war Schauplatz einer bemerkenswerten und allgemein beachteten Premiere: Mit dem Typ 230 SL präsentierte Daimler-Benz einen neuen Sportwagen, der gleich zwei Modelle des bisherigen Verkaufsprogramms ersetzen sollte. Der Neuling hatte ein schweres Erbe anzutreten - und dies nicht nur, weil seine beiden Vorgänger, der 190 SL und der 300 SL, von Anfang an höchst beliebt und erfolgreich gewesen waren und der 300 SL noch zu Lebzeiten zur Legende geworden war. Als viel gravierender erwies sich die Tatsache, daß beide Typen trotz aller Familienähnlichkeit grundverschiedene Fahrzeugkonzepte repräsentierten, die schwerlich unter einen Hut zu bringen waren. 

Mit dem neuen Modell wurde nun gewissermaßen ein Mittelweg eingeschlagen: Der 230 SL, intern W 113 genannt, war weder ein kompromißlos harter Roadster noch ein sanftmütiger Boulevard-Sportwagen, sondern vielmehr ein komfortabler, zweisitziger Reisewagen mit hohen Fahrleistungen und optimaler Fahrsicherheit. Abgesehen vom Radstand - den magischen Wert von 2400 mm hatte man unverändert übernommen - wies der neue SL praktisch keine Gemeinsamkeiten mit seinen beiden Vorgängern auf. Dennoch war der W 113 keine völlige Neukonstruktion, entsprach sein technisches Konzept doch weitgehend dem 220 SE; verwendet wurde beispielsweise die verkürzte und verstärkte Rahmen-Bodenanlage der Heckflossen-Limousinen einschließlich Vorder- und Hinterradaufhängung. Auch den Motor hatte man aus dem 2,2 ltr.-Aggregat des 220 SE entwickelt; durch Aufbohren auf 2,3 ltr., Erhöhung der Verdichtung und Verwendung einer Sechsstempel-Einspritzpumpe konnte die Leistung auf 150 PS gesteigert werden. Außer dem serienmäßigen 4 Gang-Schaltgetriebe war, erstmals bei einem SL Modell, auf Wunsch ein 4 Gang-Automatikgetriebe erhältlich. Als dritte Variante kam im Mai 1966 ein von der Zahnradfabrik Friedrichshafen (ZF) bezogenes 5 Gang-Schaltgetriebe hinzu. 

Als erster Sportwagen hatte der 230 SL eine Sicherheitskarosserie mit steifer Fahrgastzelle und verformbarer Front- und Heckpartie; ermöglicht wurde dies durch Konstruktionsprinzipien, die von Béla Barényi entwickelt und bei den Heckflossen-Limousinen erstmals realisiert worden waren. Im Gegensatz zu diesen äußerlich nicht wahrnehmbaren Konstruktionselementen, war das charakteristische Designmerkmal der Karosserie nicht zu übersehen: Beim 230 SL hatte man das abnehmbare Coupé-Dach konkav, d. h. nach innen gebogen, ausgeführt. Diese für damalige Begriffe ungewohnt avantgardistische Gestaltung, die seinerzeit nicht nur ungeteilte Zustimmung fand, war keineswegs Selbstzweck, sondern kann als klassisches Beispiel für die Designer-Maxime "form follows function" angesehen werden. Zurückgehend auf Arbeiten von Béla Barényi, ermöglichte die sogenannte Pagodenform trotz Leichtbauweise eine besonders hohe Festigkeit des Dachs; darüber hinaus gewährleistete sie durch die großen Seitenfenster einen bequemen Einstieg und verbesserte Sichtverhältnisse. Lieferbar war der 230 SL wie seine Vorgänger in drei Ausführungen: als Roadster mit Klappverdeck, als Coupé mit abnehmbarem Dach und als Coupé mit abnehmbarem Dach und Roadsterverdeck. Alle drei Varianten waren auf Wunsch mit einem Quersitz im Fond erhältlich. Am 27. Februar 1967 wurde der Öffentlichkeit der 250 SL präsentiert, der den seit vier Jahren produzierten 230 SL ablöste.

Weniger als ein Jahr nach seiner Präsentation wurde der 250 SL bereits von einem neuen Modell dem 280 SL abgelöst. Im Zuge der Markteinführung der neuen Mittelklasse-Typen erhielten nicht nur die Limousinen, Coupés und Cabriolets der Oberklasse, sondern auch der SL einen 2,8 ltr.-Motor. Die im 280 SL eingesetzte Motorvariante mobilisierte dank einer Nockenwelle mit geänderten Steuerzeiten 10 PS mehr als die Basisversion des 280 SE. Gegenüber dem 250 SL hatte man die Leistung um 20 PS und das Drehmoment um 10 % gesteigert. Äußerlich war der 280 SL, abgesehen vom Typenschild, nur an den geänderten Radzierblenden von seinen beiden Vorgängermodellen zu unterscheiden. 

Zum hier angebotenen Fahrzeug: 1968 erfolgt die Fertigstellung und Auslieferung in die USA, bevor der Wagen am 18. Oktober 1968 an Mr. Edmund R. Halsey in Wilson, Connecticut verkauft wird. Der Kaufpreis mit nachgerüstetem Radio und Klimaanlage betrug 8.793 US-Dollar. Der Wagen blieb bis Anfang der 90-er Jahre im Besitz der Familie Halsey, die aber zwischenzeitlich von der Ostküste nach Kalifornien gezogen war. Versicherungsnachweise und diverse Rechnungen aus Kalifornien sind noch vorhanden. Laut amerikanischem Title und diverser Rechnungen läßt sich nachvollziehen, daß der Wagen 1996 seinen ersten Besitzerwechsel hatte. Der neue Besitzer, John Roberts behält den Wagen bis 2013. Im selben Jahr erfolgt der Verkauf nach Holland und der sofortiger Weiterverkauf nach Deutschland. In den folgenden 2 Jahren wird der Wagen inklusive Hardtop auf höchstem Niveau nach Datenkarte vollrestauriert. Eine umfangreiche Restaurierungsdokumentation, sowie ein Wertgutachten geben hierüber detailliert Auskunft. 2016 wird der nun vollrestaurierte Wagen durch die Daimler AG in München inkl. Daimler Garantie ausgeliefert und an seinen neuen Besitzer übergeben, welcher sich nun zum Verkauf entschlossen hat. Für weiteren Informationen steht Ihnen unser Verkaufspersonal gerne zur Verfügung.