Mercedes-Benz W 121 190 SL Roadster

  • Vollrestauriert
  • Umfangreiche Dokumentation inkl. Gutachten
  • Klassische Farbkombination
Baujahr:1962
Lackierung:Hellbeige
Interieur:Leder schwarz
Schaltung:Schaltgetriebe
Kilometerstand:1.200 KM seit Restaurierung
Leistung:105 PS
Kraftstoff*:Benzin
Preis:189.550,- € (keine MwSt. ausweisbar)

* Verbrauch: 11,4 l nach Richtlinie DIN 70030, ermittelt bei 3/4 der Höchstgeschwindigkeit, maximal 110 km/h, unter Zuschlag von 10 %

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Der Mercedes-Benz W 121 190 SL Roadster

Im September 1953 trug der US-Importeur von Daimler-Benz, Max Hoffman, dem Unternehmensvorstand seine Ideen zur Steigerung des US-Geschäfts vor. Er wünschte sich zwei unterschiedlich konzipierte Sportwagenmodelle als Ergänzung für die bis dahin eher konservative Mercedes-Modellpalette. Für die Konzeption eines echten Sportwagens bot sich als Basis das Rennsport-Coupé 300 SL von 1952 an, das in den USA durch den Sieg bei der Carrera Panamericana Aufmerksamkeit erzielt hatte. Neben diesem sollte auch ein sportlicher Reisewagen mit hoher Alltagstauglichkeit angeboten werden. Hoffman erhielt die Zusage, dass vom 6. bis 14. Februar 1954 jeweils eine Studie dieser Fahrzeuge in New York auf der „International Motor Sports Show“ ausgestellt werden könne. Trotz der äußerst kurzen Entwicklungszeit von nur fünf Monaten konnten Prototypen des 300 SL und des 190 SL angefertigt werden, die von den Besuchern auf der New Yorker Autoschau und der Fachpresse begeistert aufgenommen wurden. Die Entwicklung des 300 SL war schon sehr weit vorangeschritten, sodass die Produktion im August 1954 beginnen konnte. An der New Yorker Ausführung des 190 SL nahm das Karosserie-Konstruktionsteam von Walther Häcker im Laufe des Jahres 1954 noch mehrere optische Retuschen vor, um dieses Fahrzeug näher der von Friedrich Geiger entworfenen Form des 300 SL anzugleichen z. B. die Entfernung der Lufthutze auf der Motorhaube sowie Retuschen an Blinkleuchten, Kühlergrill, Stoßstangen, hinterem Kotflügel und Armaturenbrett. Der erste überarbeitete 190 SL wurde im März 1955 beim Genfer Automobilsalon gezeigt. Die Serienfertigung begann zwei Monate später im Werk Sindelfingen, wo auch der 300 SL produziert wurde. Die ursprünglich anvisierte Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h ließ sich nicht realisieren. In der Praxis war oft bereits bei ca. 170 km/h das Maximum erreicht. Zur IAA 1955 in Frankfurt am Main lag der Grundpreis der teuersten Variante „Coupé mit Hardtopaufsatz und Stoffverdeck“ bei 17.650 DM, was nach heutiger Kaufkraft und inflationsbereinigt 45.200 Euro entspricht. Ein Porsche 356 kostete damals 13.000 DM. Mit einigen Zusatzausstattungen konnte der Preis eines 190 SL auf über 20.000 DM steigen. Für die Hälfte dessen war eine Mercedes-180-Ponton-Limousine erhältlich. Der Verkaufspreis in den USA war im Vergleich zu dem in Deutschland niedriger angesetzt. Mit 25.881 gebauten Fahrzeugen erwies sich das Konzept eines Reisesportwagens mit Anlehnung an die Großserientechnik als erfolgreich. Der 190 SL verkörperte in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland der Wirtschaftswunderzeit das „Wir-sind-wieder-wer-Gefühl“ und war ein beliebtes Requisit in vielen deutschen Spielfilmen dieser Ära. Der Erfolg des Fahrzeugs lässt sich in folgenden drei Punkten zusammenfassen: ein bequemer Reisewagen mit dem sportlichen Design des 300 SL und ansprechenden Fahrleistungen, im Vergleich zu anderen Tourensportfahrzeugen relativ anspruchslose Serientechnik und leichtes Handling, sowie eine beeindruckende Vielseitigkeit.

Das hier angebotene Fahrzeug wurde im März 1962 fertiggestellt und in die Niederlande ausgeliefert. Ca. 25 Jahre verbleibt das Fahrzeug im holländischen Erstbesitz bevor im Jahre 1987 der Export nach Hawaii erfolgt, wo der 190 SL auf seinen neuen Besitzer, Herrn Wilfried Munar zugelassen wird. Herr Munar bleibt für die folgenden zwei Jahrzehnte Eigentümer des Wagens, bevor er sich schließlich im Jahr 2008 dazu entscheidet seinen 190 SL zu verkaufen. Im Dezember 2008 wird das Fahrzeug in Warschau von seinem neuen Besitzer verzollt und nach Polen eingeführt. Nur kurze Zeit später erfolgt die umfangreiche und sehr hochwertige Restaurierung, welche über 24 Monate in Anspruch nehmen sollte. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt die Zulassung des Fahrzeugs im Juli 2011 auf seinen neuen Besitzer, wohnhaft in Aalen, Deutschland. 4 Jahre später, im Oktober 2015 findet dann der letzte eingetragene Besitzerwechsel statt. Im September 2017 wird der 190 SL von unserer Sammlungsverwaltung erworben und verbleibt die folgenden zwei Jahre in unserem Besitz, bevor nun schlussendlich die Entscheidung zum Verkauf des Wagens getroffen wird. Für Detailfragen wenden Sie sich jederzeit gerne an unser Verkaufspersonal.