Mercedes-Benz W142 320 Cabriolet A

  • Umfangreich restauriert
  • Voll einsatzbereit
  • Inkl. Service und TÜV
Baujahr:1939
Lackierung:Weiß / Blau
Interieur:Leder beige
Schaltung:Manuell
Kilometerstand:4.000 KM
Leistung:80 PS
Kraftstoff*:Benzin
Preis:439.000,- € (keine MwSt. ausweisbar)

* Verbrauch: 16,6 l Benzin nach Richtlinie DIN 70030, ermittelt bei 3/4 der Höchstgeschwindigkeit, maximal 110 km/h, unter Zuschlag von 10 %

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Das Mercedes-Benz W142 320 Cabriolet A

Der 1933 präsentierte Typ 290 war, was das Fahrgestell, das Fahrwerk und die Lenkung betraf noch 4 Jahre später so aktuell, dass das Folgemodell der Typ 320 auf dieser Konstruktion aufbaute. Die Bedienung und das eingeschränkte Leistungsvermögen des Typ´s 290 wurden mit dem neuen Typ 320 auf den neuesten Stand gebracht. Der auf der IAMA 1937 vorgestellte 320 wurde somit all den gestiegenen Anforderungen gerecht. Die Produktion des 320 lief mit einiger Verzögerung erst im Frühjahr 1937 an, wobei sich die Fertigung des auslaufenden 290  - wie bei Daimler-Benz nicht selten praktiziert  - noch einige Monate mit der des 320 überschnitt. Auf den ersten Blick zeigte der neue 320 nur geringe Unterschiede zum Vorgängermodell. Chassis und Fahrwerk waren gegenüber dem 290 kaum modifiziert worden. Der verwindungssteife Kastenrahmen wies die gleichen Radstände – 2.280 und 3.300 Millimeter- auf. Darauf aufbauend wurden für den kurzen Radstand lediglich zwei exklusive Zweisitzer zur Verfügung: Das Cabriolet A, welches in vielen Stilelementen dem 540 K Roadster nachempfunden war. Die akzentuiert gestalteten, stark ausgeschnittenen Kotflügel, die vorne die typische Preßkerbe an der Außenkante aufwiesen, die niedrige, V-förmig geteilte Windschutzscheibe und das flach auslaufende Heck mit dem eingelassenen Ersatzrad ließen den großen Kompressorwagen formal besonders dann als Vorbild erahnen, wenn die kurzen 320 mit den gegen Aufpreis erhältlichen Speichenrädern bestückt waren. Die Fahrleistungen des 320 betonten den Charakter des schnellen Reisewagens. Die Werksangabe von 126 km/h wurde in einem Test der Automobil Revue sogar mit 129,3 km/h übertroffen. Der Normverbrauch wurde vom Hersteller mit 16,6 Liter auf 100 Kilometer Fahrstrecke angegeben. Den Prüfungsberichten waren Durchschnittswerte zwischen 15,3 und 18,8 Litern zu entnehmen. Auch in seinen Fahreigenschaften wusste der 320 zu imponieren. Trotz seiner respektablen Ausmaße erwies sich der Wagen beim Rangieren als ungeahnt handlich. Windgeräusche und Vibrationen waren ihm fremd, Straßenunebenheiten wurden von der Federung sehr gut absorbiert. Der Geradeauslauf war kaum zu beeinflussen, und die Seitenneigung des Aufbaus hielt sich in flott gefahrenen Kurven in Grenzen. Unverändert präsentierte sich dagegen die Palette der Aufbauten, die auf dem langen Radstand zur Auswahl standen. Neben den Innenlenker Limousinen wurden weiterhin die Cabriolets B und D angeboten, jedoch nun mit geteilter Windschutzscheibe. Formal stellten jedoch das Cabriolet A und der sehr selten Roadster nach wie vor die gelungensten Kreationen dar. Die nitrolackierte Holz-Stahl-Karosserien waren durchwegs erlesen ausgestattet. Der „hohe Komfort des Großreisewagens“, so ein Tester der damaligen Zeit, drückte sich nicht nur in großzügigen Innenabmessungen mit Sitzbreiten zwischen 119 und 126 Zentimetern aus, sondern auch in durchdachten Ausrüstungsdetails. Die Bestückung der edelholzfurnierten Instrumentenbretter umfasste Zeituhr, Tachometer, Tankinhaltsanzeige und Ölmanometer. Zwei mit Deckeln versehene Handschuhfächer nahmen kleinere Utensilien auf. Links neben der Lenksäule befand sich der Umschalthahn für die 4 Liter umfassende Kraftstoffreserve des 72-Liter Kraftstofftanks im Wagenheck. Ein in den Holzrahmen der Armaturenoberkante integrierter Aschenbecher sowie ein elektrischer Zigarettenanzünder vervollständigen die luxuriöse Atmosphäre des Kommandopults. Bei Aufnahme der Serienproduktion gelangte ein Vollsynchrongetriebe zum Einbau, welches im Sommer 1939 von einer Neuentwicklung der Zahnradfabrik Friedrichshafen (ZF) ergänzt wurde. An das eigentliche Getriebegehäuse war ein Planetengetriebe angeflanscht, das eine weitere Schaltstufe im Untersetzungsverhältnis 1:0,74 bot. Der „ZF-Reichsautobahn-Ferngang“, war eine Art Overdrive, welcher mit normaler Kupplungsbetätigung durch einen kleinen Schalthebel neben dem Getriebeschaltstock in Aktion versetzt wurde. Dieser „fünfte“ Gang reduzierte die Motordrehzahl um ca. 25 Prozent. Insgesamt wies der Typ 320 mit 5.189 gefertigten zivilen Fahrzeugen ein vergleichsweise ansehnliches Produktionsergebnis auf. Dennoch blieb die Quote der Überlebenden gering. Die wenigen Wagen, die der Zwangsverpflichtung zur Wehrmacht entkamen oder den Militärdienst überstanden, wurden nach dem Krieg häufig Opfer der wirtschaftlichen Gegebenheiten und des Zeitgeistes.

Das hier angebotene Mercedes-Benz W142 320 Cabriolet A wurde 1939 im Werk in Mannheim fertiggestellt und an seinen ersten Besitzer ausgeliefert. Über den Verbleib des Cabrios in den folgenden Jahrzehnten ist leider trotz aufwendiger Recherche nichts bekannt. Dies ist auch hierauf zurück zu führen, dass die Mannheimer Produktionsstätte im zweiten Weltkrieg den Flammen zum Opfer fiel und mit ihr sämtliche Dokumente der dortigen Produktion. Ende der 90er Jahre findet der Wagen seinen Weg in eine große Portugiesische Sammlung nahe Lissabon. Dessen Besitzer entschließt sich das 320 Cabriolet A in mehreren Jahren aufwendig restaurieren zu lassen. Ende 2005 sind die Arbeiten an diesem Vorkriegsklassiker abgeschlossen. Im Februar 2006 erfolgt die Zulassung auf seinen portugiesischen Besitzer, welcher den Wagen für die kommenden 7 Jahre in seiner Sammlung verwahrt und in dieser Zeit über 3.000 KM absolviert. 2013 findet der bis dato letzte Besitzerwechsel statt. Die Firma Mechatronik erwirbt das Fahrzeug aus Portugal und setzt es in Folge dessen erfolgreich bei mehreren Veranstaltungen ein. Im Oktober 2018 bestreitet das hier angebotene 320 Cabrio A ohne Probleme die bereits legendäre Shanghai Classic Rallye in China, welche bei anspruchsvollen klimatischen Bedingungen über 4 Tage hinweg von Fahrzeug und Fahrern alles abverlangt. Wir übergeben diesen Wagen inklusive eines frischen Kundendienstes und aktuellen TÜV an seinen neuen Besitzer. Für Detailfragen wenden Sie sich gerne an unser Verkaufspersonal. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeugbesichtigungen grunsätzlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeugbesichtigungen grunsätzlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind.