BMW 328 Wendler Sport Cabriolet

  • Sehr seltene Wendler Karosserie
  • Matching numbers
  • Aufwendige Vollrestaurierung
  • Umfangreiche Dokumentation
Baujahr:1940
Lackierung:Schwarz-Grau
Interieur:Leder braun
Schaltung:Schaltgetriebe
Kilometerstand:17.122 KM
Leistung:80 PS
Kraftstoff*:Benzin
Preis:765.000,- € (keine MwSt. ausweisbar)

* Verbrauch: 15,3 l nach Richtlinie DIN 70030, ermittelt bei 3/4 der Höchstgeschwindigkeit, maximal 110 km/h, unter Zuschlag von 10 %

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Der BMW 328

Der BMW 328 war ein Sportwagen der Bayerischen Motoren Werke. Erstmals zu sehen war der in Eisenach gebaute Roadster beim 1936 Eifelrennen auf der Nordschleife des Nürburgrings, wo er unter Ernst Jakob Henne mit einem Durchschnitt von 101,6 km/h die Klasse der Sportwagen bis 2000 cm³ (ohne Kompressor) gewann. Zu kaufen war der BMW 328 ab Februar 1937 zum Preis von 7400 Reichsmark. 464 Wagen wurden laut Angaben der BMW AG bis Anfang 1940 gebaut, andere Quellen nennen 462 Stück. Der BMW 328 gehörte zu den „Traumsportwagen“ seiner Zeit. Vorgänger war der BMW 319/1. Der BMW 328 ist ein offener Zweisitzer. Fahrgestell und Radaufhängungen stammen vom BMW 319, Motorblock und Bremsen vom viersitzigen Tourenwagen 326. Im 326 leistet der Sechszylinder-Reihenmotor mit einem Hubraum von zwei Litern und parallel im Graugusszylinderkopf hängenden Ventilen 50 PS (38 kW) bei 3750/min. Der Motor hat zwei Steigstromvergaser, Ein- und Ausslässe liegen auf einer Seite. Für den 328 konstruierte Rudolf Schleicher einen neuen Zylinderkopf aus Aluminium mit V-förmig hängenden Ventilen, halbkugeligen Brennräumen und einer Verdichtung von 7,5 : 1 (statt 6 : 1). Kurze, im Kopf verzweigte Ansaugkanäle führen direkt von den drei Solex-Fallstromvergasern, die über dem Motor sitzen, zu den Einlassventilen. Um die Auslassventile von der unten auf der anderen Seite liegenden Nockenwelle betätigen zu können, wurde eine mechanisch aufwendige Lösung gewählt: Die Stoßstange wirkt über einen Umlenkhebel auf der Kipphebelwelle der Einlassseite und eine zweite, quer über den Zylinderkopf führende, fast waagerecht angeordnete kurze Stoßstange auf einen abgewinkelten Kipphebel, der das Auslassventil betätigt. Zu jedem Auslassventil gehören also ein Stößel, zwei Stoßstangen und zwei Kipphebel. Der Motor leistete so zunächst 80 PS (59 kW) bei einer Nenndrehzahl von 5000/min. Über eine Einscheiben-Trockenkupplung, ein Vierganggetriebe von ZF oder Hurth und eine ungeteilte Kardanwelle wird die Kraft an die starre Hinterachse übertragen. Die Achsbrücke ist mit dem von vorn unten eingesetzten Differentialgetriebe verschraubt. (Banjoachse) Sie wird von Längsblattfedern und den Hebeln der Stoßdämpfer geführt, die oben an der Achsbrücke angreifen. Die Vorderräder sind einzeln nach Art einer Doppelquerlenkerachse an einer Querblattfeder oben und den als Dreiecklenker ausgebildeten Hebeln der Hebelstoßdämpfer aufgehängt. Die langen Spurstangen der Zahnstangenlenkung liegen hinter der Achse. Die „Vierrad-Flüssigkeits-Fußbremse“, so die Bezeichnung im Verkaufsprospekt von BMW für die Trommelbremsen mit hydraulischer Betätigung, ist den damals verbreiteten seilzugbetätigten Bremsen überlegen. BMW versprach, dass der Wagen aus 30 km/h nach fünf Metern zum Stillstand komme, was einer Bremsverzögerung von 6,94 m/s² entspricht. Die Bremsen sind selbstnachstellend und jeder Radbremszylinder hat hinten, also zur ablaufenden Bremsbacke hin, einen größeren Durchmesser als vorne. BMW hebt den dadurch erreichten Vorteil des gleichmäßigen Verschleißes beider Bremsbacken heraus. Mit einer Länge von 3,90 m und einer Breite von 1,55 m wirkt der Wagen zierlich. Den sportlichen Charakter unterstreichen die zwei Lederriemen über der Motorhaube und die Zentralverschlüsse der Stahlscheibenräder.

Dieser BMW 328 wurde mit einer seltenen Wendler-Karosserie ab Werk ausgestattet. Laut Register befand sich der Wagen zeitweise im Besitz von Rudolf Graf von der Schulenburg-Wolfburg. Graf von der Schulburg war in seinem Berufsleben BMW-Geschäftsführer und Präsident des Deutschen Automobilclubs und Mitglied der FIA. In den 1990er Jahren wurde der BMW aufwendig zerlegt und eine vollständige Frame-Off-Restaurierung durchgeführt. Nach der Fertigstellung wurde das Fahrzeug in den folgenden Jahren von seinem Besitzer bei diversen Events in Europa eingesetzt, unter anderem bei dem berühmten Concorso d'Eleganza Ville d'Este. Das Fahrzeug wird mit einer umfangreichen Restaurierungsdokumentation, Zulassungspapieren und FIVA-Ausweis (Klasse A3) übergeben. Für Detailfragen steht Ihnen unser Verkaufspersonal jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Fahrzeugbesichtigungen grundsätzlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind.